14.11.2020 | 19:00 Uhr | Theatersaal

Klavierkonzert

Christian Seibert spielt ...



Die Klaviersonate D-dur KV 284 von Wolfgang Amadeus Mozart ist zweifellos eines seiner bedeutendsten und brillantesten Werke und zeigt in der Themenanlage ein Zug ins Große, ins Orchestrale. Die Sonate nannte Wolfgang Amadeus Mozart selbst eine schwere Sonate, obwohl er sie komponierte und selbst ein überragender Pianist war.

Die Rhapsody in Blue von George Gershwin ist eine der bekanntesten Kompositionen des US-amerikanischen Broadwaykomponisten George Gershwin und verbindet Jazz und konzertante Sinfonik. Die Melodien des Werkes sind mittlerweile weltberühmt. In Fassung für Klavier solo ist sie selten zu hören.

Die Klaviersonate Nr. 14 op. 27 Nr. 2 in cis-Moll von Ludwig van Beethoven ist unter dem Namen Mondscheinsonate weltberühmt. Mit dem Mond hat die Sonate freilich wenig zu tun. Beethoven selbst nannte sein Werk eine Sonata quasi una Fantasia [„gleichsam eine Fantasie“] per il Clavicembalo o Piano-Forte. Die Bezeichnung Fantasia bezieht sich auf die ungewöhnliche Satzfolge der Klaviersonate, deren Sätze in ihren Tempi von der herkömmlichen Sonatenform abweichen.

Robert Schumann bezeichnete die Études d’exécution transcendante d’après Paganini von Franz Liszt als »die schwierigsten Werke jemals für Klavier geschrieben«. Die ursprüngliche Vorlage für diese Werke sind die Solo-Capricen für Geige vom „Teufelsgeiger“ Niccolò Paganini. Lediglich die dritte Etüde „La Campanella“ geht auf den Schlusssatz des 2. Violinkonzertes von Paganini zurück. Mit seinen zarten Glöckchenklängen ist es bis heute ein beliebter Ohrwurm, egal auf welchem Instrument.

Christian Seibert stammt aus einer Musikerfamilie – sein Vater ist der Pianist und Kammermusiker Kurt Seibert – und gab seine ersten öffentlichen Auftritte bereits im Alter von zehn Jahren. Mit 16 begann er seine Studien bei Pavel Gililov in Köln. Es folgten Studienaufenthalte in Wien und studienbegleitende Meisterkurse bei renommierten Pianisten wie Bruno Leonardo Gelber oder Rudolf Kehrer.

Internationale Wettbewerbserfolge, darunter der Busoni-Wettbewerb in Bozen und der Robert-Schumann-Wettbewerb in Zwickau, ebneten ihm den Weg zu einer regen internationalen Konzerttätigkeit, u.a. mit dem European Union Chamber Orchestra, und zur Aufnahme in zahlreiche Förderprogramme.

Sein Interesse für die Musik der Jahrhundertwende führte zu Radioproduktionen und Mitschnitten des WDR u.a. der selten gespielten, hochanspruchsvollen Konzertetüden von Ernst Toch, die das Raritäten Label cpo auf den Markt brachte. Seine zweite cpo CD widmete er dem Komponisten Paul Hindemith, und 2012 sind die Werke für Klavier und Orchester von Alexander Tansman mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt/Oder unter GMD Howard Griffiths bei cpo veröffentlicht worden. Aktuell erschienen ist ein Solo-CD mit Werken von Nino Rota, die in der internationalen Presse hoch gelobt wird.

Im März 2013 gründete er in Frankfurt (Oder) die KleistMusikSchule am Kleistpark. Er ist Vorsitzender des Kuratoriums der Scharwenka Stiftung, Initiator und Organisator des 2017 erstmals und seitdem jährlich stattfindenden PianOdra Klavierfestes in Frankfurt/ Slubice und künstlerischer Leiter des Schwandorfer Klavierfrühlings.


Eintritt:
22,00 €, erm. 20,00 €